Mittelstand: Vor- und Nachteile von Bring your own Device
Nicht nur in Großunternehmen wird Bring your own Device immer beliebter, ebenso auch in kleineren und mittelständischen. In diesen stehen an erster Stelle die Reduzierung von Kosten, so auch die für mobile Endgeräte. Auch wünschen sich einige Mitarbeiter, dass sie ihre privaten Endgeräte am Arbeitsplatz einsetzen dürfen. Dennoch gibt es nicht nur Vorteile, sondern ebenso Nachteile.
Vorteile:
- Anschaffungskosten für Hard- und Software nehmen besonders bei kleinen Unternehmen und Start-Ups eine große Kostenposition ein. Durch den Einsatz von BoyD werden diese durch die Arbeitnehmer übernommen, so kann ein Unternehmen das zusätzliche Geld sinnvoll verwenden.
- Die Software ist häufig aktueller, wenn diese in der Hand der Mitarbeiter liegt, da ein privates Endgerät häufiger aktualisiert wird, als das eines Unternehmens.
- Die Produktivität kann durch ByoD gesteigert werden, da Mitarbeiter nicht nur während ihrer Arbeitszeit Zugriff auf die unternehmensinternen Daten haben.
- Durch die Verwendung von privaten Endgeräten und Software entfällt die Eingewöhnungszeit für neue Hard- oder Software, auch gehen Mitarbeiter sorgsamer mit Endgeräten um, weshalb Reparaturkosten minimiert werden.
Nachteile:
- Rechtliche Begebenheiten erschweren den Einsatz von ByoD. So sind je nach Gesetzeslage des jeweiligen Landes Mitarbeiter und Unternehmen gemeinsam für die Endgeräte verantwortlich, auch im Falle von Gesetzesbrüchen, wie sexueller Belästigung oder illegalen Kommentaren in sozialen Netzwerken.
- Die Beschränkung von Einstellungen und auf bestimmte Software ist bei unternehmenseigener Hardware viel einfacher als bei privater. Ein Arbeitgeber darf schließlich keine Funktionen unterbinden, die der Arbeitnehmer privat nutzen möchte. Auch kann es vorkommen, dass Arbeitnehmer während ihrer Arbeitszeit spielen oder privat surfen.
- Richtlinien für geschäftliche Daten und deren Verwendung sind notwendig. Sofern Mitarbeiter Cloudanwendungen nutzen, können vertrauliche berufliche Daten in diese und somit außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens geraten. Auch wird es nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses schwierig die Daten wieder vom privaten Endgerät zu entfernen.
Auch wenn Unternehmen häufig aus Kostengründen auf ByoD umsteigen, ist es nicht immer der Fall, dass Kosten auch tatsächlich reduziert werden. So können versteckte Kosten anfallen, die nicht direkt die Kosten für die Hardware betreffen.
So sollte jedes Unternehmen für sich prüfen, welche Vor- und Nachteile entstehen. Auch ist es zwingend notwendig Richtlinien für den Umgang mit Endgeräten, Daten u. ä. zu erlassen, die Sicherheitsmaßnahmen beinhalten. Auch sollte geklärt werden, wer Mobilfunkgebühren, sowie den Support übernimmt.
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Kommentare 20
Ich würde gern einen Punkt vertiefen: woran sich der praktische Nutzen des beschriebenen Vorgehens zuerst erkennen lässt. Wie lässt sich das mit überschaubarem Aufwand überprüfen?
Ich würde zunächst einen konkreten Ablauf auswählen und dort Ausgangslage, Entscheidung und Ergebnis gegenüberstellen. Sonst bleibt die Bewertung leicht abstrakt.
Zusätzlich sollte erkennbar sein, welche Quelle maßgeblich ist. Unterschiedliche Datenstände können sonst schon vor der eigentlichen Bewertung zu Scheingenauigkeit führen.
Das ist die wesentliche Abgrenzung. Eine Dokumentation zeigt zunächst nur, was vorgesehen oder getan wurde; erst die überprüfte Wirkung macht daraus einen Steuerungsimpuls.
Damit wird es für mich deutlich greifbarer. Vor allem die vorher festgelegte Entscheidungsfolge verhindert, dass der Pilot nur als zusätzlicher Bericht endet.
Ein hilfreicher Einstieg in das Thema. Wie würdest du Zuständigkeiten für private Geräte und betriebliche Anwendungen voneinander abgrenzen?
Ich würde zuerst klären, welche Daten und Anwendungen betroffen sind. Daraus lassen sich Supportgrenzen und Verantwortlichkeiten ableiten.
Ich würde bei privaten Geräten vor dem Start noch festlegen, welche Information für eine spätere Entscheidung unbedingt verfügbar sein muss. Damit bliebe auch eine spätere Anpassung nachvollziehbar.
Welche minimale Lösung wäre für Supportgrenzen und Kostenverteilung vertretbar, wenn ein kleines Team mehrere Rollen gleichzeitig übernimmt?
Ich würde die Rollen dennoch getrennt dokumentieren und für die kritische Entscheidung einen zweiten Blick vorsehen. Entscheidend wäre für mich, ob das Ergebnis für den konkreten Fall nachprüfbar bleibt. Bei Supportgrenzen und Kostenverteilung sollte die Prüfung aus meiner Sicht auf den im Beitrag beschriebenen Zusammenhang begrenzt werden.
Welcher konkrete Prüfpunkt wäre bei Supportgrenzen und Kostenverteilung für einen ersten Umsetzungsschritt besonders hilfreich?
Für den Einstieg würde ich einen klar abgegrenzten Ablauf mit einem erwarteten Ergebnis wählen. So lässt sich früh erkennen, wo Verantwortlichkeit, Nachweis oder praktische Umsetzung noch fehlen. Für Supportgrenzen und Kostenverteilung würde ich den ersten Prüfschritt bewusst klein halten.
Wer trägt beim privaten Gerät eigentlich die Kosten für Support, Reparatur und einen möglichen Ausfall?
Für mich liegt der Schwerpunkt hier: Eine BYOD-Regelung müsste diese Fälle ausdrücklich unterscheiden. Der Kaufpreis allein sagt wenig darüber aus, ob das Modell insgesamt wirtschaftlich ist. Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Dazu eine Rückfrage: Wie lässt sich die Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Daten praktisch überprüfen? Diese Unterscheidung finde ich beim Thema dieses Beitrags besonders wichtig.
Für mich wäre eine klare Grenze beim Zugriff entscheidend. Ein geschäftlicher Container wäre ein Ansatz; die privaten Inhalte sollten nicht einfach zum administrierbaren Unternehmensbestand werden. Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Ich sehe den Nutzen, würde aber auch nach den Grenzen fragen. Wann wäre ein einfacheres Vorgehen angemessen? Meine Ausgangsfrage bleibt: Wie lässt sich die Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Daten praktisch überprüfen?
Der Umfang müsste zur Bedeutung der betroffenen Leistung passen. Weniger Detail kann vernünftig sein, solange die wesentlichen Entscheidungen und Abhängigkeiten nachvollziehbar bleiben. Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Interessant finde ich hier vor allem eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung. Eine kleine, sauber ausgewertete Erprobung wäre dafür aussagekräftiger als eine breite Papierlösung.
Wichtig erscheint mir dabei eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung. Gerade die Übergaben zwischen mehreren Beteiligten verdienen besondere Aufmerksamkeit.