

Bei einer nicht repräsentativen Online-Umfrage des IT-Beratungshauses Varonis haben sich 168 Unternehmen beteiligt. Die Aussagen der im Januar 2013 veröffentlichen Umfrage sind:
Wie die Varonis Studie aufzeigte, ist es fast 75 Prozent der Mitarbeiter erlaubt, über ihre privaten Geräte auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Unabhängig davon, ob dies am Arbeitsplatz erlaubt ist, scheinen die Mitarbeiter tatsächlich nach ihren Geräten immer mehr "süchtig" zu sein. Dass dieser zunehmende Trend zum mobilen Arbeiten verstärkt zu Sicherheitsvorfällen und Datenverlusten führt, ist sehr wahrscheinlich, denn mobile Geräte stellen nach wie vor ein großes Sicherheitsrisiko dar. Die Hälfte der Befragten gab an, dass ein Mitarbeiter ihres Unternehmens bereits ein Gerät mit wichtigen Unternehmensinformationen verloren habe. Mehr als ein Fünftel berichtete von Sicherheitsproblemen in ihrem Unternehmen aufgrund eines verlorenen Geräts. Laut der Studie scheint die Einführung von BYOD-Richtlinien einen kleinen, wenn auch statistisch unbedeutenden positiven Effekt auf die Sicherheit zu haben. Denn in Unternehmen, die über BYOD-Richtlinien verfügen, ereigneten sich fünf Prozent weniger Sicherheitsvorfälle.
Rund um die Uhr über mobile Geräte für die Arbeit verfügbar zu sein, gilt mittlerweile als normal
, sagt David Gibson, Vice President of Strategy bei Varonis.
Organisationen profitieren zwar von den vielen Vorteilen von BYOD - und der Bereitschaft der Mitarbeiter, diese Arbeitsweise zu akzeptieren - doch Unternehmen müssen sich auch mithilfe der folgenden Maßnahmen schützen:
Sie müssen BYOD-Richtlinien verfassen, damit ihre Mitarbeiter wissen, was erlaubt ist und was nicht. Es muss sichergestellt werden, dass die Kontrollmechanismen den Risiken entsprechen. Bei wertvollen Daten müssen Organisationen stets wissen, wo sich diese befinden und wer darauf zugreifen kann. Und sie müssen in der Lage sein, deren Nutzung zu überwachen und Missbrauch aufzudecken. Sie müssen die Auswirkungen von häufigen Arbeitsunterbrechungen und ständiger Verfügbarkeit über mobile Geräte beobachten, um Anzeichen für Produktivitäts- oder Gesundheitsbeeinträchtigungen zu erkennen.
Zum vollständigen BYOD-Report von Varonis geht es hier. Die Ergebnisse der Varonis-Studie Sind in einer einer übersichtlichen Grafik zusammengefasst.
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Kommentare 21
Der Beitrag trifft einen wichtigen Punkt. Mich würde interessieren, woran sich der praktische Nutzen des beschriebenen Vorgehens zuerst erkennen lässt. Welche Mindestinformation sollte dafür immer vorliegen?
Ich würde zunächst einen konkreten Ablauf auswählen und dort Ausgangslage, Entscheidung und Ergebnis gegenüberstellen. Sonst bleibt die Bewertung leicht abstrakt.
Ein konkreter Fall hilft, aber die Zuständigkeit muss von Anfang an klar sein. Sonst ist zwar das Problem sichtbar, die notwendige Entscheidung bleibt aber liegen.
Ich würde ebenfalls mit einem konkreten Fall starten. Wichtig sind dabei eine eindeutige Zuständigkeit, ein überprüfbares Ergebnis und ein Termin, an dem die Wirkung erneut bewertet wird.
Das überzeugt mich. Ein konkreter Fall mit klarer Zuständigkeit und Nachprüfung dürfte mehr zeigen als ein umfangreiches Modell ohne praktische Rückkopplung.
Danke für die Einordnung. Welche Annahmen sollte man prüfen, bevor man solche Ergebnisse auf die eigene Organisation überträgt?
Die Ausgangslage und die untersuchte Gruppe sind entscheidend. Ich würde zunächst vergleichen, ob die Rahmenbedingungen wirklich ähnlich sind.
Mich interessiert noch, wie man bei der Übertragung auf die eigene Organisation mit vertretbarem Aufwand erkennt, ob nur die Dokumentation oder auch die Praxis funktioniert. Damit bliebe auch eine spätere Anpassung nachvollziehbar. Dafür müsste kein zusätzlicher großer Prozess entstehen.
Wie würdet ihr Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung konkret prüfen, wenn die Maßnahme bereits auf dem Papier abgeschlossen ist?
Für diesen Fall wäre mein Ansatz: die Umsetzung an einem konkreten Fall nachvollziehen und dabei das tatsächliche Ergebnis prüfen. Damit bleibt sichtbar, was entschieden wurde und was noch offen ist. Bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung sollte die Prüfung aus meiner Sicht auf den im Beitrag beschriebenen Zusammenhang begrenzt werden.
Welche Annahme sollte bei Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung nach einer größeren Veränderung erneut geprüft werden?
Ich würde die Annahmen hinter der bisherigen Entscheidung sichtbar machen. Ändert sich eine wesentliche Voraussetzung, braucht es eine erneute Bewertung ihrer Auswirkungen. Für Unterschied zwischen Befund und Handlungsempfehlung würde ich den ersten Prüfschritt bewusst klein halten.
Wie stark hängt die Aussage der Studie von der Auswahl der befragten Unternehmen ab? Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Das ist ein wichtiger Punkt. Ich würde die Ergebnisse zunächst auf die untersuchte Gruppe beziehen. Unternehmensgröße, Branche und Region können bei einer Übertragung auf den eigenen Betrieb viel ausmachen. Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Hier würde ich widersprechen: Ein zusätzlicher Prozess kann auch neue Reibung schaffen. Welche vorhandene Aufgabe könnte man damit zusammenführen?
Für mich müsste sich zunächst erklären lassen, welche Entscheidung verbessert werden soll. Daraus würde ich den notwendigen Umfang ableiten, statt mit der maximalen Dokumentation anzufangen. Auf die Ausgangsfrage bezogen: Ich würde die Ergebnisse zunächst auf die untersuchte Gruppe beziehen. Unternehmensgröße, Branche und Region können bei einer Übertragung auf den eigenen Betrieb viel ausmachen.
Ja, so wird die Abwägung konkreter. Ich würde vor allem den Prüfanlass festhalten, damit die Lösung nicht unbegrenzt als gesetzt gilt. Das bezieht sich für mich auf den hier beschriebenen Ansatz.
Einverstanden, mit einer Einschränkung: Wenn die notwendige Information fehlt, funktioniert die Abwägung nicht. Woher sollte sie kommen?
Der Gedanke zu eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung ist plausibel. Ich würde früh klären, wer bei einem negativen Ergebnis tatsächlich entscheiden muss.
Spannend ist für mich, wie eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung in bestehende Abläufe passt. Eine zusätzliche Parallelstruktur wäre vermutlich schwer dauerhaft zu betreiben.
Aus der Praxis würde ich besonders auf eine nachvollziehbare und im Alltag tragfähige Umsetzung achten. Ohne klare Verantwortung bleibt selbst ein guter Ansatz schnell unverbindlich.