Es klingt zunächst nach Erlösung: niedrige Latenzen, garantierte Qualität durch Network Slicing, Edge-Intelligenz direkt neben der Funkzelle, Millionen vernetzter Geräte pro Quadratkilometer. 5G trägt den Nimbus des Möglichmachers, und vieles davon stimmt. Doch je näher Unternehmen 5G in produktive Prozesse lassen, desto deutlicher tritt die zweite Seite hervor: Jede Fähigkeit, die 5G stark macht, vergrößert auch die Angriffs- und Fehlerfläche. Aus der Infrastruktur für Geschwindigkeit wird eine kritische Steuerungsebene – und damit zum primären Governance-Thema.
Dieser Beitrag seziert die Schattenseite nüchtern: nicht als Angstkatalog, sondern als Handbuch für Entscheiderinnen und Entscheider, die 5G sicher, nachweisbar und beherrschbar einsetzen wollen. Was verändert die Architektur wirklich? Wo liegen die technischen Hebel für Angriffe? Welche Lücken entstehen in Rollen, Verträgen und Verantwortlichkeiten? Und wie schafft man Resilienz, ohne den Fortschritt abzuwürgen?

