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Markus Groß ist Gründer und Administrator dieses Blogs und verfügt über umfassende Erfahrung in strategischen IT-Themen. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf IT-Governance und Compliance, insbesondere in der Anwendung von COBIT, der Umsetzung regulatorischer Anforderungen wie DORA oder NIS2 und dem Aufbau belastbarer Steuerungsstrukturen. Im Bereich Service-Management bringt er langjährige Praxis mit ITIL sowie der Einführung von Best Practices ein.

Ein weiterer Kernbereich seiner Arbeit ist die Informationssicherheit, mit besonderem Fokus auf den Aufbau und die Weiterentwicklung von ISMS nach ISO27001 sowie BSI IT-Grundschutz, die Entwicklung von Sicherheitsstrategien und die Umsetzung von BYOD-Konzepten. Darüber hinaus ist Markus Groß versiert im Projektmanagement und wendet Methoden wie PRINCE2, LEAN/SIX SIGMA und agile Ansätze gezielt an, um Projekte effizient und erfolgreich zu steuern.

In seinen Beiträgen verbindet er fundierte Analysen mit praxisnahen Empfehlungen. Sein Ziel ist es, Leserinnen und Lesern tiefgehende, sachlich fundierte Einblicke zu geben, die sie in der strategischen Ausrichtung ebenso unterstützen wie in der operativen Umsetzung von IT-, Sicherheits- und Compliance-Vorhaben.

DORA-Gap-Analyse in 30 Tagen: Ein Vorgehen, das nicht in Workshops stecken bleibt

DORA-Gap-Analyse in 30 Tagen: Ein Vorgehen, das nicht in Workshops stecken bleibt

Einordnung zum Veröffentlichungszeitpunkt: DORA ist seit dem 17. Januar 2025 anwendbar. Eine Gap-Analyse im Frühjahr 2026 dient daher der Prüfung und Verbesserung des laufenden Betriebs; sie ist kein Projekt zur Vorbereitung des ursprünglichen Anwendungsbeginns. Quelle

DORA-Gap-Analysen haben einen schlechten Ruf, und das nicht ganz zu Unrecht. Viele Organisationen starten mit guter Absicht und landen trotzdem in einem Zustand, der sich anfühlt wie „Workshop-Dauerbetrieb“: Anforderungen werden diskutiert, Interpretationen werden verglichen, Listen wachsen, offene Punkte werden in Maßnahmenpläne geschrieben – und nach einigen Wochen fragt jemand zu Recht: „Was haben wir jetzt eigentlich konkret gewonnen? Können wir irgendetwas belastbar zeigen, oder sind wir nur klüger geworden?“


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NIS2-Nachweispflichten: Welche Artefakte wirklich zählen – und welche nicht

NIS2-Nachweispflichten: Welche Artefakte wirklich zählen – und welche nicht

NIS2 wird in vielen Unternehmen gerade mit hohem Tempo umgesetzt. Das ist verständlich: Die Erwartungshaltung ist groß, der Druck ist real, und niemand möchte in eine Situation kommen, in der man im Ernstfall oder in einer Prüfung erklären muss, warum etwas „noch nicht fertig“ ist. Genau hier entsteht aber ein typisches Nebenproblem, das ich in der Praxis immer wieder sehe: Nachweise werden zu früh als „Dokumentationsprojekt“ verstanden. Dann wächst die Menge an Artefakten schnell – aber die Prüfbarkeit wird nicht automatisch besser. Im Gegenteil: Wenn zu viele Dinge als Nachweis gelten sollen, wird es unklar, was wirklich zählt. Und Unklarheit ist im Audit der schnellste Weg zu Nachforderungen.

Dieser Artikel hilft Ihnen, die NIS2-Nachweispflichten pragmatisch zu sortieren. Nicht nach dem Motto „möglichst viel sammeln“, sondern nach dem Prinzip: Welche Artefakte belegen im Zweifel wirklich, dass Ihr Betrieb sicher und handlungsfähig ist? Und welche Artefakte sehen zwar ordentlich aus, bringen Ihnen aber wenig, weil sie weder Entscheidungen stützen noch die Umsetzung im Alltag nachvollziehbar machen?


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NIS2 trifft ISO 27001: Doppelarbeit vermeiden – Kontrollen intelligent bündeln

NIS2 trifft ISO 27001: Doppelarbeit vermeiden – Kontrollen intelligent bündeln

NIS2 und ISO 27001 begegnen sich in vielen Unternehmen gerade auf eine Weise, die erst einmal „logisch“ wirkt – und dann erstaunlich schnell anstrengend wird: Man hat ein etabliertes ISMS, dazu ein Set an Kontrollen, Richtlinien und Nachweisen. Dann kommt NIS2, und plötzlich entstehen neue Listen, neue Workstreams, neue Maßnahmenpläne, neue Reportings. Alles mit gutem Grund. Und trotzdem bleibt bei vielen Teams am Ende ein Gefühl: Wir machen vieles doppelt, und trotzdem sind wir nicht sicher, ob es wirklich besser geworden ist.

Genau hier lohnt sich ein Perspektivwechsel. Denn NIS2 ist kein Ersatz für ISO 27001, aber es zwingt dazu, den Blick zu erweitern: weg von „Sicherheitsmanagement als System“ hin zu „Sicherheits- und Resilienzfähigkeit als Betriebsrealität“. ISO 27001 liefert Ihnen die Struktur, um Informationssicherheit systematisch zu managen. NIS2 setzt stärker auf die Frage, ob diese Struktur in der Praxis spürbar wirkt – besonders dort, wo es unangenehm wird: bei Incidents, bei Lieferkettenabhängigkeiten, bei Managementverantwortung, bei operativer Steuerung. Das ist keine Kritik an ISO 27001. Es ist eine Erinnerung daran, dass ein Managementsystem erst dann seine Stärke zeigt, wenn es den Betrieb stabilisiert, nicht nur Dokumente erzeugt.


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NIS2 & Geschäftsleitung: Haftung verstehen, Verantwortung organisieren, Nachweise liefern

NIS2 & Geschäftsleitung: Haftung verstehen, Verantwortung organisieren, Nachweise liefern

NIS2 wird in vielen Unternehmen zunächst als „Security-Thema“ einsortiert: IT und Informationssicherheit klären Maßnahmen, Compliance koordiniert, und irgendwann bekommt die Geschäftsleitung ein Update mit Ampeln. Das wirkt vertraut, weil viele Regulierungs- und Auditwellen so gelaufen sind. Der Unterschied bei NIS2 ist jedoch, dass sich die Erwartung an die Geschäftsleitung deutlich verändert – nicht nur als Empfänger von Berichten, sondern als sichtbarer Teil der Verantwortungskette. In der Praxis ist das weniger dramatisch, als es manchmal klingt, aber es ist konkreter: Es geht um Organisationsentscheidungen, um Priorisierung, um nachvollziehbare Steuerung – und darum, dass diese Steuerung im Ernstfall und in der Prüfung belegbar ist.

Genau hier entstehen typische Reibungen. Auf der einen Seite will die Geschäftsleitung keine zusätzlichen „Programme“, die den Betrieb lähmen. Auf der anderen Seite will sie nicht in einer Situation stehen, in der ein Vorfall eskaliert, die Aufsicht Fragen stellt oder ein Kunde Nachweise fordert – und man dann feststellt, dass vieles zwar „gemacht“ wurde, aber nicht sauber als Verantwortung, Entscheidung und Evidenz zusammenläuft. Das ist der eigentliche Kern: NIS2 verlangt nicht, dass Vorstände plötzlich technische Spezialisten werden. NIS2 verlangt, dass Verantwortung so organisiert ist, dass sie im Betrieb funktioniert und im Zweifel auch nachweisbar ist.


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NIS2: Warum „compliant“ nicht gleich „resilient“ ist – und was Sie jetzt ändern müssen

NIS2: Warum „compliant“ nicht gleich „resilient“ ist – und was Sie jetzt ändern müssen

Einordnung zum Veröffentlichungszeitpunkt: NIS2 gilt bereits im deutschen Umsetzungsrecht: Das NIS-2-Umsetzungsgesetz ist am 6. Dezember 2025 in Kraft getreten. Der Schwerpunkt dieses Beitrags liegt deshalb auf der laufenden Wirksamkeit der Sicherheitsorganisation, nicht auf der Vorbereitung eines noch ausstehenden Gesetzes. Quelle

NIS2 bringt viele Organisationen in eine vertraute Komfortzone: Anforderungen lesen, Maßnahmen ableiten, Dokumente erstellen, Checklisten abhaken. Das fühlt sich nach Fortschritt an – und ein Teil davon ist auch wirklich notwendig. Trotzdem gibt es ein Problem, das in der Praxis häufig erst dann sichtbar wird, wenn es ernst wird: „Compliant“ heißt nicht automatisch „resilient“.


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